Dienstag, 13. Juni 2017

Wacken war mal!

Gilbert Keith Chesterton beschrieb in "Heretics" die Wahrhaftigkeit von Blechmusik. Sie ist seltenst von Zweifeln angekränkelt und hat einen ganz unmittelbaren Zugang zu unseren Herzen, der so manchem Zeitgenossen unheimlich ist und sich deswegen diese gefährliche Gattung der Musik versagt. Die für diese Askese angeführten Gründe sind häufig intellektuell oder ideologisch begründet, die guten alten Bekannten halt, mit denen man alles abtun und von sich fernhalten kann. Dem einen "tümelt" es zu sehr nach Volk (als Negativfolie für die eigene, fortgeschrittene Geschmacksverfeinerung), dem anderen ist es aus historischen Gründen unangenehm, wobei sich der Begründungshorizont auf zwölf Jahre verengt hat.
Allen, anderen, die nicht an solchen Allergien leiden und vielleicht sogar selbst ein Instrument spielen, werden vielleicht den Spaß nachfühlen können, den die über 8.ooo Musiker hatten, die beim sogenannten "Woodstock der Blasmusik" im Inntal hatten, als dieses Video entstanden ist:


Sicherlich hat "Wacken" mehr als 4o.ooo Teilnehmer. Doch was sind die paar Tage Alkohol- und Lärmkonsum im Schlamm gegen vier Tage aktives, wildes Musikmachen?
Leute, so geht Musik!!!

Sommerzeit - Freiluftzeit - Flashmobzeit.

Es gibt lustige,




professionell organisierte Großmobs,


und auch der Bereich "Multikulti-Feminismen" hat sich ebenso an den Start gebracht


 wie auch ein ungenanntes Bistum (bei abgeschalteter Kommentarfunktion).


Der Grad der gefühlten Bemütheit steigt ab Film zwei von Video zu Video. Ich weiß auch nicht warum ...

Apropos Bistum, Sommer, Freiluft:
Übermorgen haben wir wieder alle die Chance, es so richtig katholisch krachen zu lassen.
Wie wärs denn mal mit nem "Flectamus genua"-Flashmob beim sakramentalen Segen bei der Prozession?
Hmmm???


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